• FIFA 17 - Test

    Schon vor dem eigentlichen Release sorgte Electronic Arts dieses Jahr für eine Überraschung auf dem Cover des Spiels. Denn das diesjährige Cover schmückt nach vier Jahren Lionel Messi kein geringerer als Marco Reus von Borussia Dortmund.
    Außerdem gibt es The Journey, Frostbite Engine und ein runderneuertes Spielgefühl. Freunde der beliebten Sportart erfahren in dem Test zu FIFA 17, wie es sich in unseren Augen zu den Vorgängern schlägt und ob sich ein Kauf lohnt.

    Quelle: EA Sports

    Training für Einsteiger
    Leider verzichtet FIFA immer noch auf einen etwas einsteigerfreundlicheren Start. Es gibt natürlich ein Training für Einsteiger, dieses kann man aber leider nur über das Menü erreichen. Falls man nicht der Beste in Flankenschlagen, gezieltem Schießen usw. ist, kann man vieles davon in den kreativen Skill-Minispielen üben. Es macht Spaß, sich durch all die Parcours mit Hindernissen zu kicken, denn man wird gefordert und trainiert: man muss gegen die Zeit Slalom laufen, Gegner umspielen, bewegten Wänden ausweichen, durch Reifen schlenzen und kann sein Ergebnis sofort mit dem seiner Freunde online vergleichen.
    Einsteiger werden sich auch über die optionale Trainerfunktion freuen, die mehrere Stufen anbietet: Ist sie aktiviert, bekommt man direkt auf dem Platz über Icons unter seinem Spieler angezeigt, was man machen kann. Das fängt bei einfachen Pässen an und geht bis hin zu komplexen Manövern.

    The Journey
    Eine der größten Neuerungen in FIFA 17 ist der neue Story Modus The Journey. In diesem Modus spielt man das Ausnahmetalent Alex Hunter in der Premier League. Wie in einer Bilderbuchkarriere beginnt ihr in der U11 als ein Spieler unter vielen Talenten. Von nun an müsst ihr euch immer weiter hocharbeiten und dazu gehören natürlich auch einige Rückschläge. Denn der Weg bis zur großen Profi Karriere ist nicht so einfach wie man denkt.


    Quelle: EA Sports

    Wie eingangs erwähnt spielt sich eure ganze Karriere in der Premier League (Englische Fußballliga) ab. Im Verlauf der Story gibt es immer mal wieder Zwischensequenzen, in denen die Familie, Fans oder Freunde zum Vorschein kommen. Natürlich sollte man nicht nur neben dem Platz glänzen, denn der Hauptschauplatz ist das Stadion und dort sollte man mit konstanter Leistung überzeugen.

    Pro Club und Karrieremodus mit kleinen Neuerungen
    Ab sofort kann man sich einen Trainer selbst erstellen und dieser kann dann ins Spielgeschehen eingreifen und dieses beeinflussen. Weiterhin wurde eine weitere Rubrik eingebaut, von nun an kann man sich um die finanzielle Ziele und den Merchandise des Vereins kümmern.
    Bei Pro Club hat sich leider auch nicht viel getan, außer dass man ab sofort seine Trikots und Wappen individuell gestalten kann.

    Frostbite Engine: eine große Neuerung ?
    Jein, die Engine, die schon aus diversen Battlefield-Teilen bekannt ist, wurde dieses Jahr zum ersten Mal in FIFA eingesetzt. Sie bringt aber nur teilweise den erhofften Erfolg auf den Bildschirm. Mit Frostbite wirkt das neue FIFA weich und geschmeidig in den Animationen. Die Spieler sehen ihren Vorbildern zum Verwechseln ähnlich, wie auch die teilweise eingefügten Trainer (nur in der Premier League). Aber lässt man seinen Blick auf die Tribünen schweifen, sieht man immer noch verwaschene Pixel-Gesichter. Hier schafft es auch die Frostbite Engine nicht, eines der Hauptprobleme von FIFA zu beheben.

    Die größte Stärke von FIFA: Die Lizenzen

    Auch dieses Jahr hat FIFA wieder fast alle vorstellbaren und wichtigen Lizenzen an Bord. Aber auch nur fast, denn es fehlen leider noch immer die 3. Bundesliga und die deutschen Stadien sind in diesem Jahr leider auch nicht lizensiert.

    Für Taktiker ist auch gesorgt
    Im Bereich der Formationen und taktischen Anweisungen hat sich nicht viel getan. Aber FIFA 17 bietet ja auch eine Fülle von 35 möglichen Formationen, die von "4-4-2 Raute" über "4-3-3 flach" bis "4-3-3 falsche Neun" oder "4-5-1" reichen. Hinzu kommen für jeden Spieler meist drei mögliche Anweisungen, die man individuell einstellen kann. Hinzu kommt, dass man eigene Taktiken einstellen kann, die z.B. das Aufbauspiel hinsichtlich Pass oder Tempo beeinflussen. Auch ob die Verteidigungslinie eher abschirmen oder auf Abseits spielen soll, gehört dazu.

    Ultimate Team Modus wie eh und je
    Der beliebte Modus "FIFA Ultimate Team" (FUT) ist natürlich auch wieder dabei. Insgesamt wirkt er ähnlich wie der Vorgänger. Wie gewohnt baut ihr euch nach und nach ein Team aus euren Wunschspielern auf, achtet dabei auf die richtige Chemie und stattet eure Schützlinge regelmäßig mit neuen Verträgen aus. Hier und da wurde etwas am Design gedreht, aber im Großen und Ganzen hat sich auf den ersten Blick nicht so viel verändert.

    Die größte Neuerung dürfte die Squad Buildung Challenge sein, bei der man nicht benötigte Spielerkarten eintauschen kann, um diverse Belohnungen zu erhalten. Man muss beispielsweise ein komplettes Gold Team mit einer Chemie von 80 eintauschen, um zwei seltene Goldspieler zu erhalten.


    ​Quelle: ultimateteam.co.uk

    Kleinere Gameplay Änderungen
    Spielerisch hat sich nicht ganz so viel zum Vorgänger geändert, gefühlt spielt es sich dieses Jahr etwas langsamer als zum Vorgänger, aber im Großen und Ganzen hat sich nicht ganz so viel getan. Die größte Neuerung dürften die Standards seins. Diese sollte man ab sofort besser steuern können und mehr Kontrolle erlangen. Ich empfand diese Neuerung eher als nervig, und störend.

    Fazit:
    Nachdem man letztes Jahr den größten Schritt der letztens FIFAs gemacht hat, fällt dieses Jahr der Schritt etwas kleiner aus. Dafür haben die Entwickler an allen noch nötigen Stellen geschraubt, und haben dadurch FIFA nochmal um eine Stufe angehoben. Zwar konnten die Verantwortlichen meine Erwartungen nicht komplett erfüllen, jedoch bin ich auch nicht enttäuscht. Dieses Jahr sind die größten Neuerungen die Frostbite Engine und The Journey. Klingt im ersten Moment etwas mager, aber die kleinen Neuerungen um die bekannten Modi machen den Unterschied. Wer auf die aktuellen Teams (Spielerwechsel), Trikots und auf die kleinen Neuerungen verzichten kann, sollte bei FIFA 16 bleiben. Aber ich kann jedem nur ans Herz legen, dass wenn man ein Sport-/ und Fußballbegeisterter Mensch ist, man sich das Spiel unbedingt zulegen sollte.
    Wertung: 8,5
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