• ReCore - Test

    Mit Kenji Inafune (Erschaffer von Mega Man und Onimusha) sowie Marc Pacini (Director von Metroid Prime) haben zwei namenhafte Entwickler an Microsofts neuestem Exklusivtitel mitgewerkelt. Kann ReCore in unserem Test die Erwartungen erfüllen?

    Quelle: Microsoft

    Zu Beginn von ReCore lernen wir die Hauptakteurin Joule und ihren mechanischen Hund Mack kennen, die gerade auf Neu Eden, einem Wüstenplaneten, angekommen sind. Ziel ist es, aus Neu Eden einen für Menschen bewohnbaren Planeten zu machen. Doch der eigentliche Plan ist schief gelaufen. Joule wacht hunderte Jahre zu spät aus dem Kryoschlaf auf und sämtliche Stationen sind offline. Bis auf feindlich gesinnte Arbeitsroboter ist kaum etwas anzutreffen. Weitere Details zu den Ereignissen der letzten Jahre erfahren wir im Laufe des Spiels über Audiologs von Joules Vater, einem Wissenschaftler.


    Aller Anfang ist schwer

    Kaum hat das eigentliche Spiel begonnen, befinden wir uns in einem Kampf gegen einen Roboterlöwen. Dieser besitzt zwar eine Flammenwand als Spezialattacke, doch ist der Kampf leider wenig stimmungsvoll. Das liegt weniger an der optischen Präsentation, sondern vielmehr an Hauptdarstellerin Joule. Die ganze Situation, egal ob der schief gelaufene Kryoschlaf, der feindlich gesinnte Planet oder der Umstand, dass sie alleine ist, entlockt der Heldin keine emotionale Reaktion. Bis auf gelegentliche, teils genervt wirkende Kommentare sagt Joule nichts. Sie stellt sich selber zwar als Optimistin und Frohnatur dar, doch ist das kaum greifbar.

    Quelle: Microsoft

    Nicht ohne meinen Roboter


    Bei ihrem mechanischen Hund Mack sieht es dagegen anders aus. Er wirkt lebendig und vor Kraft nur so strotzend. Im Verlauf des Spiels lernt man auch andere Begleiter kennen, die über verschiedene Fähigkeiten und Charaktere verfügen. Das Design sowie die Emotionen von Mack und den anderen Robotern, die uns helfen, etwa der leicht schräge Tür-Bot Violet, sind hervorragend umgesetzt.

    Quelle: Microsoft

    Der Kern der Sache


    Wie der Name des Spiels schon verrät geht es in ReCore um Kerne. Diese benötigen wir als Energiequelle für unseren Begleiter sowie alle Maschinen, denen wir begegnen und die wir fürs weiterkommen benötigen. Sei es um Türen zu öffnen oder Maschinen in Gang zu setzen. Neben Kernen erhalten wir von besiegten Feinden auch Upgrade-Material für unsere Begleiter. Dieses lässt sich an der Werkbank nutzen um seine Begleiter zu verbessern. Der Aufwand ist recht simpel gestaltet und man verbessert schnell. Doch leider ist dies kaum notwendig. Man kann seine Begleiter zwar im Kampf auf den anvisierten Feind hetzen, doch reicht simples Durchballern, um ans Ziel zu kommen. Will man Kerne sammeln muss man seinen Gegner schwächen und dessen Kern mit dem Greifhaken raus ziehen. Dabei muss ein kleines Tauziehen-Minispiel durchgeführt werden. Im Eifer des Gefechts können dabei die Kamera und die teils hakelige Steuerung für viel Frust sorgen.


    Quelle: Microsoft

    Die Kämpfe


    Hier haben wir, gerade bei Bossen, ein hohes Tempo und es gibt kaum Zeit zum Verschnaufen. Das Gameplay ist herrlich direkt und einfach umgesetzt. Gerade bei mehreren Gegner macht es richtig Spaß. Im weiteren Spielverlauf kommt farblich definierte Munition hinzu, die wir gegen passende Gegner anwenden. Wenn einem etwas zwei rote und zwei blaue Roboter gegenüberstehen, ist das Wechseln der Munition auch im Kampf nötig. Nur so lässt sich der maximale Schaden austeilen. Auf Munition muss man dabei nicht achten, die gibt es unendlich. Die Waffen benötigen lediglich eine Pause zum Abkühlen.

    Plattformer


    ReCore lässt die klassischen 3D-Plattformer wieder aufleben. Egal ob Hauptstory oder Sidequests, manche Passagen lassen sich nur durch Hüpfeinlagen passieren. Stellenweise wird hier eine millimetergenaue Akrobatik verlangt, die manchmal durch Kamera und Steuerung erschwert wird. Schafft man aber die Passagen oder Herausforderungen, warten Kerne oder Schatzkisten auf den Spieler.


    Wertung: 7,5


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    ReCore - Test

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    Meinung des Autors
    Im Kern (was ein Wortspiel) macht ReCore vieles richtig. Doch hätte es auch einen letzten Schliff benötigt. Steuerung und Kamera sorgen teils für Frust, die Kämpfe sind recht eintönig. Manche Gebiete sind unnötig lang gestreckt und es entsteht kurzzeitig Langweile, weil nichts Besonderes passiert oder zu sehen ist. Die Nebenmissionen sind nett, aber kaum erforderlich. Doch die Begleiter, deren Aussehen und Charakterzüge wissen zu unterhalten. ReCore ist an sich ein gutes Spiel, dessen Stärken leider nicht richtig ausgespielt werden.Jetzt kommentieren!
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    Kommentare 5 Kommentare
    1. Avatar von Predator X
      Predator X -
      Schön geschrieben... und wenigstens nicht ganz so negativ wie viele andere "Tests".
    1. Avatar von KamiKateR 1990
      KamiKateR 1990 -
      Also die langen Ladezeiten auf der One werden nicht mal erwähnt...hmm...
    1. Avatar von Tassilo
      Tassilo -
      Fast jedes Spiel auf der One hat lange Ladezeiten... daher braucht man es nicht mehr erwähnen.
    1. Avatar von KamiKateR 1990
      KamiKateR 1990 -
      Also SO krasse Ladezeiten hab ich in keinem einzigen One Spiel.
    1. Avatar von atticus_finch
      atticus_finch -
      Zitat Zitat von KamiKateR 1990 Beitrag anzeigen
      Also SO krasse Ladezeiten hab ich in keinem einzigen One Spiel.
      seh ich auch so die ladezeiten sind noch schlimmer als damals bei bloodborne XD hoffe die patchen das noch irgendwie... ansonsten finde ich das game super
      klar hat es einige ecken und kanten aber das Prinzip und die Idee ist frisch und macht mir sehr viel spaß...

      sunset overdrive wurde damals auch ziemlich schlecht bewertet ich fande es mega geil... von daher MS weiter machen so.... nur die ladezeiten