• For Honor - Test

    Außergewöhnliches Setting, selten erprobte Spielmechanik und eine neue Marke von Ubisoft, sind nur einige Schlagworte zu dem neuen Knaller For Honor. Blutige Kämpfe mit Schwertern, Äxten und Speeren stehen an der Tagesordnung in der Welt von For Honor. Ob das Spiel das hält, was es seinen Spielern verspricht, erfahrt Ihr in unserem Test.

    Quelle: Ubisoft
    Kampagne kommt etwas schwach daher
    For Honor wirbt nicht nur mit einem umfangreichen Multiplayer, sondern auch mit einer kompletten Kampagne inklusive Zwischensequenzen. Aber ist das eine echte Bereicherung und ein Kaufgrund für For Honor?
    Die Kampagne ähnelt eher einem großen Tutorial als an einer packende Story. Der Inhalt von der Kampagne ist größtenteils lieblos dargestellt und ähnelt stark den einzelnen Missionen von Rainbow Six: Siege, das ebenfalls aus dem Hause Ubisoft stammt. Innerhalb der 18 Story-Missionen ziehen wir mit allen drei Fraktionen und den meisten (aber nicht allen) der zwölf Helden aus dem Multiplayer in den Kampf. Positiv zu erwähnen ist, dass man alle Level im kooperativen Modus spielen kann und die Zwischensequenzen recht gut vertont und verfilmt wurden. Die Kampagne dient gut als Einstieg in die Welt von For Honor, um zum Beispiel die Kampfmechaniken zu lernen.

    Vom deutschen Langschwertkampf inspiriert
    Ubisoft hat nicht irgendeine Action Vorlage genommen und diese online spielbar gemacht, sondern im Mittelpunkt steht vielmehr ein hervorragendes Kampfsystem, das auf schnelles Waffenfuchteln verzichtet und spannende Duelle garantiert.
    „Unser Kampfsystem ist inspiriert vom deutschen Langschwertkampf, eine mittelalterliche Schwertkampfkunst, die jetzt in der Neuzeit wiederentdeckt wurde“, sagt Philipp Sonnefeld, Producer beim Ubisoft-Studio Blue Byte. „Die Lehren aus dieser Kampfkunst haben wir in unser Spiel übertragen.“

    Quelle: Ubisoft
    Das Herzstück

    Das Herzstück des Spiels ist ganz klar der Multiplayermodus, was man nicht nur an der etwas schwachen Kampagne, sondern auch am Umfang des Online-Parts merkt. Mit fünf Spielmodi will For Honor im Multiplayer für Abwechslung und Unterhaltung sorgen. Diese Modi sind:

    -Duell (1vs1): Dieser Modus richtet sich eher an die Einzelkämpfer unter euch oder an diejenigen, die noch etwas üben wollen.

    -Herrschaft (4vs4), dürfte vielen aus anderen Spielen (vor allem Shooter) sehr bekannt vorkommen, zwei Teams kämpfen um drei Kontrollpunkte und müssen diese einnehmen. Besonderheit in diesem Modus: Es gibt KI Fußsoldaten, die an der Front kämpfen und uns dadurch unterstützen oder die Gegner bei ihrem Vorhaben hindern.

    -Vernichtung (4vs4): Bekämpft eure Gegner (Team-Deathmatch). Es gibt keine Respawns nach dem Tod.

    -Scharmützel (1 bis 4 pro Team): Bekämpft eure Feinde und erhaltet Punkte (Respawn möglich).

    -Handgemenge (2vs2): Um zwei weitere Spieler erweiterter Duell-Modus.

    Das Kampfsystem
    Das Kampfsystem ist nicht ganz so schwierig wie bei einem Dark Souls, aber man sollte es auch nicht als zu einfach ansehen. Die meisten dürften das Kampfsystem schnell erlernt haben, es wirklich zu durchdringen kann jedoch etliche Stunden in Anspruch nehmen. Man kann im Angriff mit leichten und schweren Schlägen zuhauen. Wenn hingegen der Gegner austeilt, blocken wir mit Schild oder Schwert in die Richtung der Attacke (es gibt drei Möglichkeiten: oben, rechts oder links). Mit dem rechten Stick steuert man die Richtung und bestimmt, auf welcher Seite man verteidigt und wohin man den nächsten Schlag ausführt. In welcher Position der Gegner steht oder zuschlägt, lässt sich dabei aus seinen Bewegungen ablesen (dafür dient eine Anzeige). Dies ähnelt stark einem Schere-Stein-Papier-Prinzip: lies die Aktionen des Gegners und weiche im richtigen Moment aus oder greife mit dem richtigen Timing an. Besonders die 1vs1-Kämpfe sind taktisch geprägt und dauern auch mal einige Minuten.

    Zwölf verschiedene Heldenklassen
    Zum Start von For Honor gibt es zwölf verschiedene Heldenklassen, diese haben alle verschiedene Eigenschaften und Waffen und sorgen daher für zusätzliche Variation.
    Die drei Hauptfraktionen sind die Wikinger, Ritter und Samurai. Pro Fraktion gibt es vier Helden, die sich weiter in die Kategorien Vorhut, Schwergewicht, Assassine und Hybrid unterteilen einordnen lassen.

    Quelle: i.ytimg.com
    Wer ist die größte Shoppingqueen?

    For Honor ist geschaffen für Spieler die ihren Helden bis ins letzte Detail individualisieren möchten. Man erhält nach einem Kampf Gegenstände sowie Material zum Aufwerten (Stahl). Wem das nicht genug ist, der kann sich im Shop Premiumkisten kaufen (für Stahl). Alle Arten an Ausrüstung erhöhen dabei eins der drei Merkmale (Verteidigung, Angriff und Sprintgeschwindigkeit, es kann aber auch variieren) oder stärken eine ausgewogene Mischung.

    Levelsystem
    Alle Helden haben nochmals ein aufgebohrtes Levelsystem, jeder Charakter steigt also unabhängig auf - allerdings nur bis Level 20. Danach erhält er seine erste Ruhm Stufe und fängt wieder bei Level 1 an. Umso höher man ist umso höhere und bessere Ausrüstung kann man freischalten.

    Serverprobleme wie eh und je
    Einige Spieler von euch dürften diese Probleme schon von anderen Spielen aus der Ubsioft Reihe kennen. Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie viele Netzwerkfehler, Serverabbrüche und sonstige Fehler während dem Spielen aufgetreten sind. Ebenfalls sehr nervig sind Synchronisationsprobleme: Man möchte einen Schlag abwehren aber aus heiterem Himmel und unbeschreiblichen Gründen kommt der Schlag auf einmal von der anderen Seite oder er geht einfach durch.



    Fazit:
    Ubisoft macht mit For Honor vieles richtig, aber noch nicht alles. Die Kampagne ist eher eine nette Dreingabe und war für mich mehr ein Tutorial als eine packende und spannende Einzelspielererfahrung. Schade ist ebenfalls, dass Ubisoft nicht aus seinen Fehlern lernt und wieder ein Spiel auf den Markt bringt, das starke Serverprobleme aufweist. Aber nun zu den positiven Dingen von For Honor: Besonders gut hat mir die innovative Steuerung im Multiplayer gefallen. Wer genug Zeit investiert und auch vor längerem Üben nicht zurückschreckt, kann damit viel Spaß haben. Spaß machen vor allem die teilweise bis zur letzten Minute spannenden Multiplayergefechte. Wenn es Ubisoft noch schafft, die altbekannten Probleme aus dem Weg zu schaffen, könnte das Spiel nochmal einiges mehr an Spielspaß bereithalten. Ich kann jedem das Spiel empfehlen, der momentan über die Fehler hinwegsehen kann und mal etwas Anderes als den alltäglichen Einheitsbrei spielen möchte.


    Wertung: 8,0
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